Wer bist du, wenn du niemand sein musst?
Wann hast du dich zum letzten Mal gefragt, wer du eigentlich bist?
Was von dir bleibt, wenn die Rollen wegfallen, die du übernommen hast?
Wer bist du, wenn du niemandem etwas beweisen musst, nicht funktionieren musst, dich nicht anpassen musst –
sondern einfach nur du selbst sein kannst?
Wenn du alle Vorstellungen davon, wie du zu sein hast, ablegst, wer bist du dann?
Warum wir diese Vorstellungen entwickeln
Wir lernen sehr früh, wie wir uns verhalten müssen.
Wenn wir lieb und brav sind, werden wir gelobt. Helfen wir, teilen wir oder nehmen Rücksicht, sind die Erwachsenen stolz auf uns. Werden wir jedoch wütend, widersprechen oder tun etwas, das nicht in ihr Bild passt, sieht die Reaktion plötzlich ganz anders aus.
Egal ob im Elternhaus, in der Schule, im Beruf oder in der Partnerschaft – überall das gleiche Spiel. Wir lernen nicht nur, wie wir uns zu verhalten haben, sondern merken auch ziemlich schnell, dass das Leben um einiges leichter wird, wenn wir uns anpassen.
Aus diesen Erfahrungen entwickelt sich langsam ein Muster. Ein Muster, wie wir sein müssen, um angenommen zu werden. Und je öfter sich unser Verhalten bestätigt, desto selbstverständlicher wird für uns dieses Bild von uns selbst.
Aber wie sieht es in unserem Inneren dabei aus?
Was ist überhaupt dieses wahre ICH?
Das „wahre Ich“ herauszufinden, ist ein Prozess. Ein Prozess, den wir alle immer wieder neu durchlaufen.
Es ist wie eine Reise. Ohne Reiseführer. Kein Direktflug. Sondern eine Fahrt ins Blaue.
Nicht immer bequem. Nicht immer geradlinig. Manchmal machen wir Umwege, geraten ins Stocken und wissen nicht, wohin die Reise führt.
Nicht jeder, der uns auf dieser Reise begegnet, bleibt für immer. Manche Menschen begleiten uns nur ein kurzes Stück, andere über viele Jahre.
Zwischendurch begegnen wir auch Menschen, die versuchen, uns zu manipulieren, klein zu halten, zu bevormunden, zu verletzen oder zu enttäuschen. Aber wir begegnen auch Personen, die zu uns stehen, uns unterstützen, uns trösten und uns ihre Liebe schenken.
Und jeder von ihnen trägt dazu bei, zu erkennen, was wir wirklich wollen und was wir ablehnen.
Warum wir uns hinter Masken und Mustern verstecken
Mit Sicherheit nicht, weil wir irgendwann beschlossen haben: „Jetzt verstecke ich mich.“ Außer in unserer Kindheit beim „Versteckspiel“. 😉
Aber es gibt viele gute Gründe, warum wir uns verstecken.
Etwa …
… um uns sicherer zu fühlen.
… um unsere Gefühle oder Ängste nicht zu zeigen.
… um unseren Problemen zu entfliehen.
… um Konflikte zu vermeiden.
… um unsere Vergangenheit zu verbergen.
… um uns nicht mit unangenehmen Themen auseinandersetzen zu müssen.
… weil es bereits zur Gewohnheit geworden ist.
Was sollten wir aufgeben, um unser wahres ICH zu finden?
Unsere Vorstellung, wie wir zu sein haben. Punkt.
Denn sie könnte wichtige Dinge beinhalten, von denen wir uns befreien sollten.
Wie zum Beispiel:
- Den Zwang, es immer allen recht machen zu wollen (People Pleasing).
- Den Anspruch an uns selbst, nicht schwach, wütend, überfordert oder traurig sein zu dürfen.
- Das Verfolgen von Zielen, die nicht unsere eigenen sind, sondern die unserer Eltern, Partner, Freunde oder der Gesellschaft.
- Alte Glaubenssätze und Muster, die uns vermittelt oder vorgelebt wurden und die wir ungeprüft übernommen haben.
- Jegliche Form der Anpassung, nur um Konflikte zu vermeiden.
- Rollen, die nicht zu uns passen und in denen wir ohnehin schlechte Darsteller sind.
- Masken, die wir aufsetzen, um unsere Verletzlichkeit, Wut, Angst oder Traurigkeit zu verbergen.
Schließlich können wir unser „wahres Ich“ erst dann finden, wenn wir uns von diesen Vorstellungen loslösen.
Wie man Glaubenssätze auflösen kann, zeige ich dir hier.
Was könnten wir gewinnen, wenn wir unsere Rollen, Muster und Glaubenssätze ablegen?
Vor allem ein klareres Gefühl dafür, wer wir wirklich sind.
Wir könnten uns wieder unserer Stärken und Schwächen, Fähigkeiten und Talente, Werte, Gefühle, Gedanken und Bedürfnisse bewusst werden. Und wir könnten lernen, all das anzunehmen, was zu uns gehört.
Dadurch kann wieder mehr Klarheit, Leichtigkeit und innerer Frieden in unser Leben kommen.
Doch all das braucht nicht nur den Mut, ehrlich mit sich selbst zu sein. Sondern auch die Zeit, zu reflektieren und herauszufinden, was uns im Leben wirklich wichtig ist. Dazu kommt natürlich auch die Erlaubnis, Fehler machen zu dürfen. Und die Bereitschaft, sich anderen gegenüber ohne Masken zu zeigen.
Wer bist du, wenn du dich nicht mehr über deine Rollen, Gedanken und Erfahrungen definierst?
Du bist vielleicht Mutter, Partnerin, Ehefrau, Freundin, Ärztin, Ingenieurin, Pflegerin und einiges mehr. Bist immer freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit, herzlich und versuchst es allen recht zu machen.
Du hast gelernt, Verantwortung zu übernehmen und stark zu sein. Du bist da, wenn man dich braucht, und hast immer ein offenes Ohr.
Für die Familie, die Eltern, Freunde, Kollegen und Menschen, die es nicht schaffen, ihre Probleme oder schwierige Situationen allein zu meistern.
Dabei bemühst du dich, deine wirklichen Gefühle nicht zu zeigen, deine Enttäuschungen zu verbergen und die Erwartungen anderer zu erfüllen.
Doch was passiert, wenn du aufhörst, das zu sein, was andere von dir glauben, was du bist? Was bleibt dann noch?
Wer steckt hinter deinen Masken, Mustern und Glaubenssätzen?
Um dies herauszufinden, habe ich einige Fragen zusammengestellt, die dich dabei unterstützen können und die du dir selbst vielleicht bisher noch nie gestellt hast.
Nimm dir dafür etwas Zeit und horche in dich hinein. Lege dabei deine linke Hand auf deine Brust. Und wenn du magst, schließe deine Augen.
Stelle dir eine oder mehrere der folgenden Fragen und spüre in dich hinein.
Was passiert in deinem Körper, wenn du dir diese Frage stellst?
Welche Gedanken tauchen auf?
Notiere die Antworten, wenn du möchtest, auf einem Blatt Papier.
Wo stehst du gerade und wie bist du hierher gekommen?
Welche Erfahrungen haben dein Leben geprägt und was hat das mit dir gemacht?
Welche Werte definieren dich?
Worauf möchtest du in deinem Leben nicht verzichten?
Welche Gefühle hast du nie gelernt zu zeigen?
Was glaubst du tun zu müssen und was machst du mit Leidenschaft?
Welche Entscheidung in deinem Leben würdest du heute anders treffen?
Was würdest du nie wieder tun?
Worin bist du wirklich gut?
Was ist dir wichtig im Leben?
Wer möchtest du sein?
Und? Konntest du etwas über dich selbst erfahren, das bisher im Verborgenen lag?
Fazit:
Und vielleicht gibt es auf die Frage, wer du wirklich bist, gar keine endgültige Antwort.
Denn wir verändern uns. Wir machen Erfahrungen, lernen dazu, entwickeln uns weiter und entdecken immer wieder neue Seiten an uns.
Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, das eine wahre Ich zu finden.
Sondern darum, immer wieder hinzuschauen.
Zu erkennen, was wirklich zu dir gehört. Was du übernommen hast. Was du nicht mehr sein möchtest. Und was sich zeigen darf, wenn du niemandem mehr etwas beweisen musst.
Wer bist du, wenn du niemand sein musst?
Hallo, ich bin Sabine.
Und ich höre nicht nur auf das, was du mir erzählst, sondern ich lese auch zwischen den Zeilen. Deshalb arbeite ich nicht nur an dem, was offensichtlich ist, sondern schaue auf das, was dahinterliegt.
Denn manchmal wissen wir längst, dass etwas nicht mehr stimmt, fühlen uns innerlich erschöpft, unruhig oder irgendwie verloren. Ich kenne dieses Gefühl. Und ich weiß, wie wertvoll es sein kann, jemanden an der Seite zu haben, der dich dabei begleitet, wieder Zugang zu dir selbst zu finden.
Durch die Verbindung aus Gespräch, intuitiver Wahrnehmung und energetischer Begleitung entsteht Raum für das, was bisher vielleicht im Verborgenen gewirkt hat.
Ich kann nichts in deinem Leben verändern. Aber ich kann dir helfen, zu erkennen, was dich festhält und was du wirklich brauchst.




