5 wertvolle Lektionen fürs Leben, die ich durch die Sterbebegleitung gelernt habe

5 wertvolle Lektionen fürs Leben, die ich

durch die Sterbebegleitung gelernt habe

Blatt (Hermann Hesse)

September

Dieser farbenprächtige Monat ist für mich nicht nur der Monat meiner Geburt, sondern auch ein Monat des Abschiednehmens.
Bereits vielfach durfte ich mich in dieser Zeit, von geliebten Menschen verabschieden.
Unter anderem auch von meinen Eltern.
Auch wenn Abschiednehmen immer einen negativen Beigeschmack hat, möchte ich dir nicht vorenthalten, welche wertvollen Lektionen ich daraus fürs Leben gelernt habe.

Dieser Artikel spiegelt alle Gedanken und Fragen wider, die mich in dieser Zeit und darüber hinaus, beschäftigt haben.
Ich bin mir sicher, dass du dich in dem ein oder anderen Gedanken wiederfindest.
Möglicherweise gerade jetzt oder vielleicht aus deiner Vergangenheit.

#1 - Akzeptiere was ist - lass los, was du nicht ändern kannst

Es gibt immer wieder Situationen in unserem Leben, in denen wir nicht wissen, wie wir uns verhalten sollen.
Wir haben die Wahl zwischen akzeptieren was ist und loslassen oder davonlaufen.

Flucht entfernt uns von der Realität.

Akzeptieren bedeutet, sich der Situation zu stellen.
Akzeptanz ist der 1. Schritt herauszufinden, auf welche Art und Weise wir am Besten mit der Veränderung umgehen können.
Gegen die Veränderung anzukämpfen ist sinnlos, denn dabei stecken wir unsere ganze Energie nur in Wut, Ohnmacht, Hilflosigkeit und Verzweiflung.
Richten wir doch stattdessen unsere Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten, die wir haben.

Loslassen meint, das Aufgeben von quälenden Fragen, Gedanken und dem daraus resultierenden Schmerz.
Denn loslassen wird immer von Trennung und den damit verbundenen, meist schwierigen Gefühlen begleitet.
Unser ganzes Leben besteht aus einer Reihe von Abschieden.

Abschied aus dem Kindergarten, weil wir jetzt Schulanfänger sind, oder der Abschied eines Arbeitskollegen, weil er in die wohlverdiente Rente geht, usw.
Auch wenn wir über viele Trennungen sehr traurig sind, sollten wir dabei nicht vergessen, dass jeder Abschied die Möglichkeit eines Neubeginns beinhaltet.

Loslassen setzt die Energie frei, die wir benötigen, um die Herausforderungen zu meistern.

#2 - Löse Schuldgefühle auf - vergib und schließe Frieden 

Wir alle kennen es nur zu gut, das Gefühl, an einer Situation schuld zu sein, jemanden in Stich gelassen oder enttäuscht zu haben.
Vielleicht haben wir auch verabsäumt, etwas rechtzeitig zu erledigen.

Schuldgefühle entstehen unter anderem, wenn wir bereuen, eine Chance verpasst zu haben oder im Nachhinein an der Richtigkeit der getroffenen Entscheidung zweifeln.
Da wir vorher nie genau wissen können, welche Auswirkungen unsere Entscheidung nach sich zieht, müssen wir immer mit dem Risiko von „Fehlern“ leben.
Hinterher ist man immer klüger.
Der Sohn meiner Freundin hat mir einmal in einer für mich beunruhigenden Situation erklärt:
Jede Entscheidung ist zu dem Zeitpunkt, in dem sie getroffen wird, eine richtige Entscheidung, wenn sie auf bestem Gewissen beruht und du sie vertreten kannst.

Vergebung bedeutet, Schuld oder Fehler zu verzeihen, auch wenn das Unrecht weder ungeschehen, noch vergessen ist.  
Hören wir auf, uns und unsere Mitmenschen zu kritisieren, zu beschuldigen und zu verurteilen.
Jeder, auch du, hat es so gut gemacht, wie er es konnte und wusste und damit sein Bestes gegeben.
Vergeben wir uns selbst und allen anderen und bitte auch wir um Verzeihung für unsere Fehler.

Frieden schließen ist gleichzusetzen mit dem Beenden von bestehenden Konflikten.
Sprechen wir aus, was bisher ungesagt geblieben ist.
Manchmal müssen dabei auch Versprechen oder Schwüre zurückgenommen werden.

Erst wenn wir mit uns selbst, allem und jedem im Frieden sind, wird uns die Vergangenheit loslassen.

#3 - Sei dankbar für das was du bist - und alles, was dir im Leben begegnet

Ist es nicht so, dass wir den Wert erst erkennen, wenn es uns fehlt?
Dann wird uns erst bewusst, wie gut es uns ging, als wir es noch hatten.
Vorher verschwenden wir kaum einen Gedanken daran, weil alles selbstverständlich geworden ist.

Dankbarkeit ist ein Gefühl der Wertschätzung und Anerkennung.
Anders gesagt, wir erkennen den Wert von Menschen, Dingen und Situationen, die unser bisheriges Leben auf irgendeine Art und Weise bereichert haben.
Manches sind wir so sehr gewohnt, dass wir es als selbstverständlich annehmen.
Deshalb richten wir doch unseren Fokus auch auf die Kleinigkeiten, die uns Tag für Tag, in unserem Leben begegnen.

Die Wunder der Natur, ein Lächeln, ein gutes Gespräch oder vielleicht eine grandiose Idee.
Sowohl für unsere Gesundheit, als auch für unsere Familie, die hinter uns steht, dürfen wir dankbar sein.

Und nicht zu vergessen, für die Fehler die wir machen, weil wir aus ihnen lernen und uns weiterentwickeln können.

Seien wir dankbar für all die schmerzhaften Erinnerungen und Situationen in unserem Leben, denn sie haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind. 

#4 - Bewahre dir Werte wie - Demut, Respekt und Würde

Werte sind das, was wir in unserem Leben als wichtig empfinden.
Jeder Mensch hat Werte, nach denen er handelt und sein Leben ausrichtet.
Sie dienen uns als Kompass, treiben uns an und formen unseren Charakter.

Im Laufe unseres Lebens verändert sich nicht nur unser Körper, unser Aussehen, unsere Persönlichkeit.
Auch unsere Werte können miteinander in Konflikt treten und sich durch unsere Weiterentwicklung verändern.

Demut bedeutet für mich, die Bereitschaft zu dienen, ohne einen persönlichen Vorteil daraus zu haben.
Auch die Bereitschaft, zu erkennen, dass alles in und um uns Geschenke sind und uns im Bruchteil einer Sekunde wieder genommen werden können.
Durch Unfälle, Umwelt- oder Naturkatastrophen, Kriege oder Tod.
Dankbarkeit ist der 1. Schritt zur Demut.

Respekt heißt für mich, jemandem auf Augenhöhe zu begegnen.
Die achtsame, wertschätzende Haltung gegenüber Menschen, Tieren, Kulturen, Umwelt, Institutionen oder Ansichten.
Aber auch, ihre Bedürfnisse und Anliegen ernst zu nehmen und uns zu bemühen, ihnen das zu geben, was sie brauchen.
Lernen wir, die Meinung anderer zu respektieren, auch wenn wir unterschiedlicher Auffassung sind.

Würde ist die Summe der inneren und äußeren Werte eines Menschen.
Unabhängig vom körperlichen oder geistigen Zustand, von Leistungen, dem sozialen Status, der Nationalität oder Religion.
Behandeln wir Menschen nicht als bloße Objekte, sondern wertschätzen wir sie als Person.

Wer sich selbst etwas zurücknimmt und anderen auf Augenhöhe begegnet, zeigt wahre Größe.  

#5 - Hör auf, nach Wertschätzung und Anerkennung im Außen zu suchen

Wir alle haben ein großes Bedürfnis, gesehen, geschätzt und anerkannt zu werden.
Dafür wer wir sind, was wir sind und natürlich für das was wir tun.

Und es ist uns ganz wichtig, was andere über uns denken.
Deshalb passen wir uns an, versuchen die Wünsche anderer zu erfüllen und ein angenehmer Zeitgenosse zu sein.
Wir denken, wir brauchen die Bestätigung von außen, für unser Selbstwertgefühl.

Fühlen wir uns nicht viel besser, wenn wir Komplimente, Lob oder Anerkennung von Freunden, vom Chef oder vom Partner erhalten?
Und machen uns dadurch vom Verhalten anderer Menschen abhängig?

Wertschätzung ist die Achtung und der Respekt sich selbst und allen anderen gegenüber.
Sie ist die positive Bewertung eines Menschen.
Und sie bezieht sich auf die Fähigkeiten, die Persönlichkeit und die Einzigartigkeit der Person.
Sie ist unabhängig von Leistung und Status.
Der Wert einer Person wird nicht bestimmt, sondern erkannt.

Anerkennung wiederum hat verschiedene Bedeutungen.
Ich spreche davon, zu erkennen, welche großartigen Fähigkeiten die Person hat und was sie bereits alles getan oder geleistet hat.
Da uns die wenigsten wirklich kennen, werden wir meist nur an unseren Leistungen gemessen.
Und dafür müssen wir ständig im Mittelpunkt stehen.
Dies wiederum kostet unheimlich viel Kraft und Energie.

Erst wenn wir uns selbst, mit all unseren Fähigkeiten, unseren Stärken und Schwächen, als wertvoll erachten, brauchen wir die Anerkennung nicht mehr im Außen zu suchen. Und wir vermissen nichts, wenn sie ausbleibt.

 

Konntest du dich in dem einen oder anderen Gedanken wiederfinden?

Und welche Lektionen hast du aus so einer Situation gelernt?

Schreib mir deine Erfahrungen in einem Kommentar.

Ich freu mich darauf!

Alles Liebe

Sabine

 

Nichts im Leben verändern

5 Gründe, warum du NICHTS in deinem Leben veränderst

Nichts im Leben verändern

5 Gründe, warum du NICHTS in deinem Leben veränderst 

Kennst du sie auch: Situationen oder Menschen, die in uns dieses - Stopp - Halt - Mir reicht's - So kann's nicht weitergehen - Es muss sich etwas ändern - Gefühl hervorrufen?

 

Manchmal ändert sich nach solchen Sätzen tatsächlich etwas. Meist jedoch, wenn Wut und Frust wieder verraucht sind, übernimmt dieses "eigentlich ist alles ok, aber..." Gefühl wieder die Oberhand. Und dann wirst du nichts in deinem Leben verändern.

Warum eigentlich?

1. Das Alte ist vertraut und sicher

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier! 

Durch unsere Vergangenheit und Erfahrung wissen wir ganz genau, wie wir oder unsere Mitmenschen sich in bestimmten Situationen verhalten.

Sich auf den Weg zu machen bedeutet jedoch, sich auf unbekanntes, fremdes Terrain zu begeben. Aber das birgt wiederum Ungewissheit, Zweifel und Risiko in sich.

Wer will schon Risiken eingehen und Sicherheiten aufgeben?

Keine Ahnung, ob das neue Leben besser wird als das Alte.

Doch alte Gewohnheiten, Denkweisen, Muster oder Strukturen einfach so über Bord zu werfen, macht uns Angst. Angst beeinflusst erneut unsere Gedanken und Handlungen.

Ein Teufelskreis also.


Ich vergleiche es gerne mit einem Kleiderschrank. Um für die neueste Mode Platz zu haben, muss man vorher "ausmisten".

Jedes Outfit kann seine eigene Geschichte erzählen. Von "ich bin neu" über "ich wurde bei der Taufe der Tochter getragen" bis zu "ich bin ein Geschenk ". Manche Exemplare assoziieren wir mit positiven, glücklichen Stunden, andere wiederum erinnern uns an belastende, traurige Situationen.

Wie dem auch sei, jedes davon ruft Gefühle hervor. Positive oder negative.


Ähnlich verhält es sich mit Gewohnheiten, Denkweisen, Glaubenssätzen, Mustern oder Strukturen. Sie haben uns dahin gebracht, wo wir heute stehen.

Einige haben maßgeblichen Anteil an unserem Glück, unserer Freude, Gesundheit und beruflichen Karriere. Andere wiederum engen uns ein, lösen Ängste aus, ziehen uns herunter und verhindern unser Wachstum. Bewusst oder unbewusst spielt in diesem Fall keine Rolle.

Die Welt um uns herum verändert sich in rasanter Geschwindigkeit.

Gehen wir nicht gerade deshalb das größere Risiko ein, wenn wir alles beim Alten belassen?

 

 

An Bewährtem festzuhalten vermittelt ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit und minimiert die Angst vor dem Versagen. Ob jedoch so aus einer Raupe jemals ein Schmetterling werden kann, ist fraglich.

von der Raupe zum Schmetterling

2. Alles nur eine Frage der Gewöhnung

Der Mensch gewöhnt sich an fast alles!

Wir alle haben unseren Bereich, in dem wir uns wohlfühlen, wir ziemlich sicher wissen was passieren wird und wir uns nicht sonderlich anstrengen müssen. Alles in allem - unsere Komfortzone - auch Wohlfühlzone genannt.

Ist es für den einen die Couch im heimischen Wohnzimmer oder der Job in dem er erfolgreich ist, so kann es für den anderen die Beziehung zum Partner oder der ewig gleiche Urlaubsort sein.

Da unsere Welt bekanntlich nicht still steht, sondern sich in rasender Geschwindigkeit verändert, sollten wir uns auf das was kommen kann vorbereiten.

Deshalb ist es gut die Komfortzone langsam auszudehnen und hin und wieder zu verlassen. Nur so lernen wir mit neuen, unerwarteten Situationen besser umzugehen. Das wiederum gibt uns Selbstvertrauen. All das was am Rande oder außerhalb unserer Komfortzone liegt, ist neu und bietet uns die Gelegenheit zu lernen und uns weiterzuentwickeln.


Die Komfortzone verlassen oder die eigenen Grenzen überschreiten verhält sich ähnlich wie beim Sport. Wenn man untrainiert einen Marathon laufen will, kann das eine ziemliche Herausforderung werden und könnte in einer Katastrophe enden. Es muss ja nicht immer gleich etwas Großartiges sein.


Die Wohlfühlzone ist individuell und eigene Grenzen zu überschreiten braucht Mut. Mut, Türen aufzustoßen um Neues zu entdecken und Chancen zu ergreifen. Aber auch Mut, sich gegen etwas zu entscheiden.

Ein Problem aus der Welt geschafft zu haben ist nicht nur ein phantastisches Gefühl, es steigert zudem unser Selbstbewusstsein und unsere Selbstsicherheit.

 

Chancen erkennen

 

Das Erreichen eines Zieles ist meist mit dem überwinden von Hindernissen, Ängsten und dem inneren Schweinehund verbunden. Chancen, die sich hinter verschlossenen Türen verbergen, werden wir nicht erkennen, wenn wir nur durch den Spalt hineinsehen. 

3. Umgeben von Energiedieben

Stehlen ist nehmen ohne geben!

Sie lauern überall. Im Job, in der Beziehung, im Freundeskreis oder sogar innerhalb der Familie. Die Rede ist von Energiefressern, auch Energievampire genannt.

Ihre Besonderheiten sind Selbstmitleid, Beschwerden, Ängste verbreiten, Jammern, Lästern und Kontrollieren.

Kurz gesagt: Sie rauben uns den letzten Nerv und ziehen uns runter.

Mit ihrem dominantem, launischem Verhalten reden sie uns  in Grund und Boden und laugen uns aus. Sie stehen immer im Mittelpunkt und buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Diese Menschen fühlen sich wohl in ihrer Opferrolle und sorgen für unser schlechtes Gewissen. Nicht immer ist es möglich, sich von ihnen zu distanzieren.


Nicht nur Menschen ziehen uns Energie ab. Auch nicht abgeschlossene Dinge aus der Vergangenheit kosten viel Energie. Möglicherweise haben wir noch "eine Rechnung offen", oder sind der Meinung, jemand schuldet uns noch etwas.


Ist es uns schon gelungen, Dinge aus der Vergangenheit zu akzeptieren , die wir ohnehin nicht mehr verändern können?

Oder spüren wir heute noch den Schmerz wegen etwas oder jemandem, obwohl die Sache schon längst der Vergangenheit angehört?

Loslassen von Menschen, Dingen und Situationen, die uns Energie rauben, ist der Schlüssel zur persönlichen Freiheit und innerem Frieden und die Basis für ein erfülltes und zufriedenes Leben. 

Schlüssel zur persönlichen Freiheit

4. Auf Veränderung warten, ohne selbst etwas zu tun

Warten lohnt sich!

Immer wieder geraten wir in Situationen, in denen der Ruf nach Veränderung in uns laut wird.

Dabei wissen wir doch ganz genau, woran es liegt und was unser Gegenüber tun müsste, um die Situation zu verändern. Doch nichts bewegt sich.

Stillstand. Starre. 

Veränderungen sind für unser seelisches Gleichgewicht sehr wichtig. Wir haben die Wahl in Bewegungslosigkeit zu erstarren oder uns in Bewegung zu setzen.


Für mich bedeutet Leben Bewegung. Bewegung bringt Veränderung mit sich. Manche Veränderungen kommen in rasantem Tempo auf uns zu und bringen Dinge mit sich, mit denen wir vorerst nicht umgehen können. Andere wiederum haben Vorzeichen und bieten uns die Möglichkeit, zu erkennen, in welche Richtung es verlaufen wird.

Für viele davon kann man sich selbst entscheiden und ihre Geschwindigkeit bestimmen.


Veränderungen sind weder gut noch schlecht.

Es liegt an uns, wie wir sie bewerten und was wir aus ihnen machen.

Wir können unsere Augen davor verschließen und hoffen, dass sich unsere Probleme damit von selbst auflösen.

Oder, wir lassen sie zu und sehen sie als Chance neue Pläne zu schmieden und uns weiter zu entwickeln.

Veränderungen aufzuhalten, wird uns jedoch nicht gelingen.

 

Mauern bauen

 

Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.

(Chinesisches Sprichwort)

 

Windmühlen bauen

Auch in unserem Leben wird es noch viele Veränderungen geben. Erfreuliche und weniger erfreuliche. Nutzen wir die darin liegenden Chancen und machen wir das Beste daraus. 

 

5. Ja sagen macht glücklich

Selbstbewusstsein ade!

Wie oft sagen wir zu etwas Ja, wenn uns jemand um etwas bittet?

Eigentlich wollten wir ja Nein sagen, doch wir wollen niemandem vor den Kopf stoßen.

Ein einfaches Ja verhindert, dass unser Gegenüber verletzt, enttäuscht, verärgert, gekränkt oder möglicherweise aggressiv wird. Ein Nein führt meist zu einem schlechten Gewissen, Ärger oder Streitereien.

Doch sind es nicht einfach nur Manipulationsversuche unserer Kinder, Partner, Freunde oder Arbeitskollegen?

Schon in unserer Kindheit und Jugend hörten wir oftmals ein Nein.

Nein, wenn etwas gefährlich für uns war oder wir uns nicht gut benahmen. Nein sagten wir in unserer Trotzphase und wir lernten schnell, dass unser Nein immer Konsequenzen nach sich zog. Wir ernteten Streit, Kritik, Enttäuschungen, Ablehnung und manchmal sogar Strafen.


Ein Nein zu anderen ist für mich ein Ja zu mir selbst . Gesunde Grenzen setzen, gibt uns mehr Energie und Kraft. Auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, stärkt unser Selbstbewusstsein.

Manchmal müssen wir uns von Menschen oder Dingen abgrenzen, die uns auf unserem Weg zum Ziel nicht unterstützen. Wenn wir tatenlos zusehen, wie andere ständig unsere persönlichen Grenzen überschreiten, werden wir mit dem Verlust unserer Freiheit dafür bezahlen müssen.


Erlauben wir uns wertschätzend "Nein" zu sagen und auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten.

Sind wir unsicher, ob wir ja oder nein sagen möchten, ist es sicherlich besser, sich Bedenkzeit zu nehmen. Ist unsere Entscheidung dann gefallen, ist es wichtig, nicht um den heißen Brei zu reden.

Ein gut begründetes, klares und  höfliches Nein wird von den meisten Menschen eher akzeptiert und respektiert als eine fadenscheinige Ausrede.

 

 

 

Wie sagte einst Albert Einstein?

 

 

 

Albert Einstein: Die reinste Form des Wahnsinns

Auch wenn das Alte vertraut und sicher ist und ich mich so daran gewöhnt habe, möchte ich nicht als "Ja" Sager, von Energiedieben umzingelt, auf Veränderung warten.

Bei meiner Arbeit mit Klienten erlebe ich immer wieder, dass sie die Schuld für ihre momentane Situation nur im Außen suchen. Ich habe inzwischen gelernt, meinen Anteil an der Situation in mir selbst zu suchen.

 
Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder nur einen einzigen Menschen ändern kann. Sich selbst!

Wir haben immer die Wahl:

Change it - leave it  - or  - love it

 

Wofür wirst du dich entscheiden?

 

P.S.: Wenn du Hilfe benötigst, bin ich gerne für dich da!

Alles Liebe

Sabine