Not-to-do-Liste bei Angst: 7 Dinge, die du nicht tun solltest
Kennst du das auch?
Plötzlich ist es da.
Dieses beklemmende Gefühl in deiner Brust.
Deine Gedanken beginnen sich im Kreis zu drehen und dein Herz fängt an zu rasen.
Was wäre, wenn ….?
Was passiert, wenn ….?
Was kann ich tun, wenn ….?
Wie soll ich das schaffen?
Und während sich die Angst immer mehr aufschaukelt, möchtest du vor allem nur eines: dass sie möglichst schnell wieder verschwindet.
Du versuchst, deine Gedanken zu kontrollieren.
Dich zu beruhigen.
Suchst nach einer Lösung.
Und manchmal erreichst du damit genau, dass deine Angst noch größer wird.
Doch Angst braucht nicht immer noch mehr Tun.
Manchmal braucht sie einfach nur weniger.
Deshalb möchte ich dir heute eine Not-to-do-Liste mitgeben, als kleine Erinnerung daran, was du in diesen Momenten NICHT tun solltest, wenn sich die Angst gerade wieder einmal in den Vordergrund drängt.
1. Versuche nicht die Angst sofort wegzumachen
Das ist im Moment wahrscheinlich einer deiner größten inneren Kämpfe.
Denn du spürst die Angst.
Du denkst darüber nach, warum sie gerade da ist.
Du beobachtest die Reaktionen deines Körpers.
Du hast Angst, dass es noch schlimmer wird.
Und du redest dir ein: „Ich darf keine Angst haben.“
Aber sobald du versuchst, ein Gefühl wegzudrücken, bekommt es häufig eine eigene Dynamik und wird zum Selbstläufer.
Und plötzlich dreht sich alles nur noch um die Angst.
🌿 Kleiner Tipp
Versuche, die Angst zunächst einmal anzunehmen: „Da ist gerade Angst.“
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Angst ist ein Gefühl. Sie darf da sein, ohne dass du sofort etwas gegen sie unternehmen musst.
2. Nimm nicht jeden Angstgedanken für bare Münze
Angst kann sehr überzeugend sein.
Sie erzählt dir Geschichten, die du dir in deinen kühnsten Träumen nicht ausmalen könntest,
sich aber in diesem Moment unglaublich real anfühlen.
Was, wenn ich das nicht schaffe?
Was, wenn alles schiefgeht?
Was, wenn mir das passiert?
Dein Kopf produziert Szenarien – und dein Körper reagiert darauf, als wären sie bereits Realität.
Doch ein Gedanke ist nicht automatisch eine Tatsache.
Nur weil du dir etwas vorstellen kannst, bedeutet das nicht, dass es passieren wird.
🌿 Kleiner Tipp
Wenn du merkst, dass deine Gedanken immer weiter in Richtung Katastrophe laufen, tritt einen Schritt zurück und frage dich: „Ist das gerade wirklich passiert – oder spielt mein Kopf gerade verschiedene Szenarien durch?“
Und allein die Erkenntnis, dass es gerade nur ein Szenario ist, kann dir helfen, etwas Abstand zu deinen Gedanken zu gewinnen.
3. Richte nicht dein ganzes Leben nach der Angst aus
Natürlich gibt es Situationen, in denen Rückzug sinnvoller und wichtiger ist.
Aber manchmal beginnen wir, unser Leben immer weiter nach der Angst auszurichten.
Wir vermeiden bestimmte Orte.
Sagen Treffen ab.
Verschieben Entscheidungen.
Gehen bestimmten Situationen aus dem Weg.
Und kurzfristig fühlt sich das erleichternd an.
Langfristig jedoch kann diese Vermeidung dazu führen, dass die Angst immer mehr Raum bekommt.
Und dein inneres System lernt: „Gut, dass du das vermieden hast. Dort wäre es gefährlich gewesen.“
🌿 Kleiner Tipp
Es geht nicht darum, etwas zu erzwingen. Du musst dich deiner Angst nicht mit Gewalt stellen. Doch es lohnt sich, genauer hinzuschauen: Schützt dich dein Rückzug wirklich – oder macht er nur deine Welt immer kleiner?
So kannst du Schritt für Schritt herausfinden, welche Situationen du aus Angst vermeidest und welche kleinen Schritte für dich machbar sind.
4. Du musst nicht sofort eine Lösung finden
Aus Angst suchst du nach Sicherheiten, die es gar nicht gibt.
Und du möchtest genau wissen:
Was passiert?
Wann passiert es?
Wie kannst du verhindern, dass etwas passiert?
Was ist jetzt zu tun?
Und so beginnt meist das Grübeln.
Du denkst nach. Analysierst. Suchst nach Antworten. Gehst Gespräche immer wieder im Kopf durch.
Und du versuchst, alle eventuellen Möglichkeiten im Voraus zu planen.
Aber manchmal führt die Suche nach einer Antwort genau dazu, dass du noch tiefer in die Angstspirale hineinrutschst.
🌿 Kleiner Tipp
Vielleicht gibt es heute noch keine Antwort. Vielleicht musst du erst wieder etwas zur Ruhe kommen. Und vielleicht sieht die Situation morgen schon ganz anders aus.
Deshalb erlaube dir den Gedanken: „Ich muss das nicht jetzt lösen.“
5. Kontrolliere nicht ständig, ob die Angst schon weg ist
Klingt vielleicht paradox, oder?
Aber sehr oft beobachten wir uns während einer Angstsituation ununterbrochen:
Rast mein Herz immer noch so schnell?
Ist das Gefühl in meiner Brust noch da?
Kann ich schon wieder normal atmen?
Du beobachtest.
Überprüfst es.
Bewertest es.
Und damit bleibt deine Aufmerksamkeit weiterhin bei der Angst.
Doch vielleicht solltest du stattdessen einmal etwas anderes tun.
🌿 Kleiner Tipp
Richte deine Aufmerksamkeit nach außen. Spüre deine Füße auf dem Boden. Schau dich bewusst in deiner Umgebung um. Höre, welche Geräusche gerade da sind.
Wende dich für einen Moment dem Leben außerhalb deiner Angst zu, und sei präsent im Hier und Jetzt.
6. Verurteile dich nicht für deine Angst
Kennst du solche Gedanken:
„Warum schaffe ich das nicht, aber andere schon?“
„Bin ich zu empfindlich?“
„Ich sollte mich endlich zusammenreißen.“
Und schon kommt zur eigentlichen Angst noch etwas dazu: Du machst dir selbst Vorwürfe dafür, dass du Angst hast.
Doch Angst zu haben bedeutet nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Und es bedeutet auch nicht, dass du versagt hast.
Denn Angst gehört zum Leben.
Sie kann uns schützen und darauf aufmerksam machen, dass wir gerade etwas als bedrohlich erleben.
🌿 Kleiner Tipp
Du darfst dir in einem Angstmoment auch einmal sagen: „Ich muss mich dafür nicht verurteilen.“
Denn ein liebevollerer Umgang mit dir selbst kann einen gewaltigen Unterschied machen.
7. Du musst nicht alles alleine schaffen
Vielleicht ist das der wichtigste Punkt auf dieser Liste.
Du musst nicht immer stark sein.
Du musst nicht immer alles verstehen.
Und du musst nicht erst völlig verzweifelt sein, bevor du dir Unterstützung holen darfst.
Manchmal tut es gut, wenn jemand da ist, der zuhört.
Jemand, der nicht nur sagt: „Denk positiv.“
Jemand, der deine Angst nicht kleinredet.
Jemand, der nicht versucht, dir deine Gefühle auszureden.
Sondern jemand, der gemeinsam mit dir hinschaut.
🌿 Kleiner Tipp
Überlege nicht ständig: „Wie bekomme ich diese Angst möglichst schnell weg?“
Sondern auch: „Was möchte mir diese Angst vielleicht zeigen?“
Denn Angst kann sich unglaublich real anfühlen, auch wenn gerade keine tatsächliche Gefahr besteht.
Was kannst du stattdessen tun?
Atmen.
Spüren.
Wahrnehmen.
Dich erden.
Dich selbst ernst nehmen.
Und dir erlauben, dass nicht sofort alles geklärt sein muss.
Denn Angst entsteht häufig dort, wo wir nicht wissen, was kommt.
Doch wir können nicht alles kontrollieren.
Und genau das kann Angst machen.
Aber manchmal beginnt Veränderung mit einem ganz kleinen Schritt: Nicht mehr gegen dich selbst zu kämpfen.
Meine Not-to-do-Liste bei Angst zum Mitnehmen
Wenn die Angst das nächste Mal auftaucht, erinnere dich vielleicht an diese sieben Punkte:
Du musst …
- die Angst nicht sofort wegmachen.
- nicht jeden Gedanken für bare Münze nehmen.
- nicht dein ganzes Leben nach der Angst ausrichten.
- nicht sofort eine Lösung finden.
- nicht ständig überprüfen, ob sie schon verschwunden ist.
- dich nicht für deine Angst verurteilen.
- nicht alles alleine schaffen.
Und vielleicht darfst du dir stattdessen sagen:
„Ich muss das gerade nicht lösen.
Ich darf wahrnehmen, was da ist.
Ich darf Schritt für Schritt gehen.
Und ich darf mir Unterstützung holen.“
Wenn die Angst immer wieder kommt
Eine Not-to-do-Liste kann dir helfen, in einem akuten Moment anders mit deiner Angst umzugehen.
Aber wenn Angst immer wiederkehrt, dich im Alltag einschränkt oder deine Lebensqualität deutlich beeinflusst, lohnt sich ein genauerer Blick.
Denn manchmal geht es nicht darum, die Angst möglichst schnell zum Schweigen zu bringen. Sondern darum, zu verstehen, warum sie immer wieder auftaucht.
Was steckt dahinter?
Welche Gedanken und Muster halten sie aufrecht?
Gibt es Situationen, in denen sie besonders stark wird?
Was möchte vielleicht endlich gesehen werden?
Und genau hier setzt meine Begleitung an.
Denn Angst muss nicht dein Leben bestimmen. Und du musst deinen Weg im Umgang mit ihr nicht alleine gehen.
Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, begleite ich dich gerne ein Stück auf diesem Weg. Und gemeinsam beschäftigen wir uns mit der Frage: „Was kannst du über dich erfahren, wenn du bereit bist, genauer hinzuschauen?“
Warum du in der Angstspirale feststeckst und was dich dabei unterstützen kann, dich daraus zu befreien, erfährst du hier.
Übungen und Tipps zur Soforthilfe erhältst du in meinem Notfall-Kit bei Angst.
Hallo, ich bin Sabine.
Und ich höre nicht nur auf das, was du mir erzählst, sondern ich lese auch zwischen den Zeilen. Deshalb arbeite ich nicht nur an dem, was offensichtlich ist, sondern schaue auf das, was dahinterliegt.
Denn manchmal wissen wir längst, dass etwas nicht mehr stimmt, fühlen uns innerlich erschöpft, unruhig oder irgendwie verloren. Ich kenne dieses Gefühl. Und ich weiß, wie wertvoll es sein kann, jemanden an der Seite zu haben, der dich dabei begleitet, wieder Zugang zu dir selbst zu finden.
Durch die Verbindung aus Gespräch, intuitiver Wahrnehmung und energetischer Begleitung entsteht Raum für das, was bisher vielleicht im Verborgenen gewirkt hat.
Ich kann nichts in deinem Leben verändern. Aber ich kann dir helfen, zu erkennen, was dich festhält und was du wirklich brauchst.




